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Austria’s Limited Liability Companies: “Less Light”

As of 1 March 2014, the reduction of the minimum share capital for Austria’s limited liability companies (Gesellschaft mit beschränkter Haftung; GmbH) to EUR 10,000, introduced in July 2013, was reversed. Generally, Austrian companies with limited liability are required to have a minimum share capital of EUR 35,000 with at least 50% of that being paid up at foundation. Founders may still opt for a GmbH “light” with a reduced initial capital contribution, but this privilege carries limitations and ends after 10 years from foundation.

Background

In July 2013, the min­i­mum share cap­i­tal of GmbHs was reduced to EUR 10,000 from EUR 35,000 in line with Euro­pean trends and to keep this com­pa­ny form attrac­tive, also for com­pa­ny founders with lim­it­ed finan­cial resources. After only eight months, the reduc­tion of the min­i­mum share cap­i­tal led to notice­able tax loss­es because the amount of min­i­mum cor­po­rate income tax is linked to the company’s share cap­i­tal. At that time, also exist­ing GmbHs could decrease their share cap­i­tal (and tax bur­den) and dis­trib­ute the cap­i­tal to the share­hold­ers free of any cap­i­tal gains tax­a­tion.

GmbH foundations after 1 March 2014

Under an amend­ment of the GmbH-Act, as of 1 March 2014, founders can now choose between two options when estab­lish­ing a new GmbH.

Option 1: A GmbH can be estab­lished with a min­i­mum share cap­i­tal of EUR 35,000. Half of that amount (ie, at least EUR 17,500) must be paid up in cash upon foun­da­tion of the GmbH. If more than half of the share cap­i­tal amount is con­tributed in kind, a for­ma­tion audit is required. Tax on the cap­i­tal con­tri­bu­tion is 1%.

Option 2: Com­pa­ny founders may opt for the “foun­da­tion priv­i­lege”, last­ing for 10 years from foun­da­tion of the GmbH. The share­hold­ers will then have to make so-called priv­i­leged share cap­i­tal con­tri­bu­tions (priv­i­legierte Stam­mein­lage) of not less than EUR 10,000, of which at least EUR 5,000 must be paid up in cash. Con­tri­bu­tions in kind are, accord­ing to law, gen­er­al­ly not pos­si­ble. How­ev­er, also when opt­ing for the foun­da­tion priv­i­lege, the min­i­mum stat­ed share cap­i­tal will amount to EUR 35,000. Only the ini­tial cap­i­tal con­tri­bu­tion can be reduced to EUR 10,000. This option applies to new­ly found­ed GmbHs only, since ref­er­ence to the priv­i­lege must be explic­it in the arti­cles of asso­ci­a­tion drawn up at foun­da­tion of the GmbH, not added by amend­ment.

Cor­po­rate issues

Priv­i­leged share cap­i­tal con­tri­bu­tions may be trans­ferred and split as long as the cap­i­tal con­tri­bu­tion amount does not drop below the min­i­mum amount per share of EUR 70. In case of a cap­i­tal increase, any addi­tion­al shareholder’s cap­i­tal con­tri­bu­tion may not be made priv­i­leged. It is not set­tled whether a cap­i­tal increase by con­tri­bu­tions in kind is fea­si­ble or whether the priv­i­leged GmbH may act as the absorb­ing com­pa­ny in a merg­er.

Although the foun­da­tion priv­i­lege is lim­it­ed in time and fur­ther cap­i­tal con­tri­bu­tions will have to be made, there is no oblig­a­tion to cre­ate retained earn­ings. As long as the foun­da­tion priv­i­lege applies, cred­i­tors may not claim amounts above the priv­i­leged cap­i­tal con­tri­bu­tion – also in case of insol­ven­cy.

Tax ben­e­fits still apply

For all new­ly found­ed GmbHs, the min­i­mum cor­po­rate income tax remains at EUR 500 annu­al­ly for the first five years, raised to EUR 1,000 annu­al­ly for the next five years. There­after an annu­al min­i­mum income tax of EUR 1,750 applies.

End of privileged status

Share­hold­ers may waive the foun­da­tion priv­i­lege by amend­ing the arti­cles of asso­ci­a­tion and pay­ing in the miss­ing cap­i­tal con­tri­bu­tion at any time. The foun­da­tion priv­i­lege expires at most 10 years after the incor­po­ra­tion of the GmbH in the com­pa­nies reg­is­ter. Then the man­ag­ing direc­tor must col­lect all miss­ing cap­i­tal con­tri­bu­tions up to the statu­to­ri­ly required min­i­mum cash cap­i­tal con­tri­bu­tion of EUR 17,500 and apply for dele­tion of the foun­da­tion priv­i­lege-entries in the com­pa­nies reg­is­ter.

Ongoing uncertainty

Recent­ly the Aus­tri­an Supreme Court of Jus­tice (Ober­ster Gericht­shof) filed a request with the Aus­tri­an Con­sti­tu­tion­al Court (Ver­fas­sungs­gericht­shof) to repeal the reversed reg­u­la­tions as of 1 March 2014. Any dif­fer­ent treat­ment of GmbHs (also GmbHs estab­lished between July 2013 and the end of Feb­ru­ary 2014 with a min­i­mum share cap­i­tal of EUR 10,000), includ­ing, inter alia, with respect to tax­a­tion and share cap­i­tal, might be an infringe­ment of the prin­ci­ple of equal treat­ment (Gle­ich­heits­grund­satz).

As long as the foundation privilege applies, creditors may not claim amounts above the privileged capital contribution – also in case of insolvency.

Österreichische Gesellschaften mit beschränkter Haftung: “Less Light”

Mit 1. März 2014 wurde die Herabsetzung des Mindestgesellschaftskapitals für österreichische Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) auf EUR 10.000, die im Juli 2013 eingeführt worden war, aufgehoben. Generell müssen österreichische GmbHs ein Mindestgesellschaftskapital von EUR 35.000 aufweisen; mindestens 50% dieses Betrags sollten bei der Gründung einbezahlt werden. Gesellschaftsgründer können sich jedoch auch für eine GmbH „light“ mit einem geringeren Anfangskapital entscheiden, dieses Privileg bringt jedoch Beschränkungen mit sich und endet zehn Jahre nach der Gründung.

Hintergrund

In July 2013, the min­i­mum share cap­i­tal of GmbHs was reduced to Im Juli 2013 wurde das Min­dest­ge­sellschaft­skap­i­tal für GmbHs von EUR 35.000 auf EUR 10.000 her­abge­set­zt, um mit den europäis­chen Trends Schritt hal­ten zu kön­nen und um diese Gesellschafts­form auch für Fir­men­grün­der mit beschränk­ten finanziellen Möglichkeit­en attrak­tiv zu hal­ten. Nach nur acht Monat­en machte sich die Her­ab­set­zung des Min­dest­ge­sellschaft­skap­i­tals in Form von beträchtlichen Steuer­aus­fällen bemerk­bar, da das Min­dest­ge­sellschaft­skap­i­tal die Bemes­sungs­grund­lage für die Kör­per­schaft­s­teuer darstellt. Damals kon­nten auch beste­hende GmbHs ihr Gesellschaft­skap­i­tal (und somit die steuer­liche Belas­tung) ver­ringern und das Kap­i­tal ohne Kap­i­taler­trag­s­teuer an die Gesellschafter verteilen.

GmbH-Gründungen nach dem 1. März 2014

Nach ein­er Nov­el­le zum GmbH-Gesetz am 1. März 2014 kön­nen Grün­der ein­er neuen GmbH zwis­chen zwei Möglichkeit­en wählen.

Möglichkeit 1: Eine GmbH kann mit einem Min­dest­ge­sellschaft­skap­i­tal von EUR 35.000 errichtet wer­den. Die Hälfte dieses Betrags (min­destens jedoch EUR 17.500) müssen bei der Grün­dung der GmbH bar ein­bezahlt wer­den. Wird mehr als die Hälfte des Gesellschaft­skap­i­tals als Sachein­lage einge­bracht, ist eine Grün­dung­sprü­fung verpflich­t­end. Die Kap­i­talein­lage wird mit 1% besteuert.

Möglichkeit 2: Gesellschafts­grün­der kön­nen bis zu zehn Jahre nach der Errich­tung der GmbH das „Grün­dung­spriv­i­leg” in Anspruch nehmen. Die Gesellschafter müssen dem­nach eine soge­nan­nte priv­i­legierte Stam­mein­lage von min­destens EUR 10.000 Euro leis­ten, wenig­stens EUR 5.000 davon müssen bar ein­bezahlt wer­den. Sachein­la­gen sind nach dem Gesetz im All­ge­meinen nicht möglich. Entschei­det sich der GmbH-Grün­der für das Grün­dung­spriv­i­leg, muss das Min­dest­ge­sellschaft­skap­i­tal den­noch EUR 35.000 betra­gen. Lediglich die anfängliche Stam­mein­lage ist auf EUR 10.000 reduziert. Diese Option kommt nur bei neu gegrün­de­ten GmbHs zur Anwen­dung, da die Inanspruch­nahme des Grün­dung­spriv­i­legs bei der Errich­tung im Gesellschaftsver­trag ver­merkt wer­den muss. Eine entsprechende nachträgliche Abän­derung des Gesellschaftsver­trages ist nicht zuläs­sig.

Gesellschaft­srechtliche Fra­gen

Priv­i­legierte Stam­mein­la­gen kön­nen über­tra­gen und geteilt wer­den, solange die Kap­i­talein­lage den Min­dest­be­trag von EUR 70 pro Gesellschafter­an­teil nicht unter­schre­it­et. Im Fall ein­er Kap­i­taler­höhung wird die Kap­i­talein­lage eines zusät­zlichen Gesellschafters nicht priv­i­legiert. Unklar ist, ob eine Kap­i­taler­höhung mit­tels Sachein­lage rechtlich zuläs­sig ist oder ob die priv­i­legierte GmbH als übernehmende Gesellschaft bei einem Zusam­men­schluss fungieren kann.

Obwohl das Grün­dung­spriv­i­leg zeitlich begren­zt ist und weit­ere Kap­i­talein­la­gen geleis­tet wer­den müssen, gibt es keine Verpflich­tung zur Erstel­lung von Gewin­nrück­la­gen. Solange das Grün­dung­spriv­i­leg zur Anwen­dung kommt, kön­nen Gläu­biger Ansprüche lediglich bis zur Höhe der priv­i­legierten Stam­mein­lage anmelden – auch im Fall der Insol­venz.

Steuer­vorteile weit­er­hin anwend­bar

Für alle neu gegrün­de­ten GmbHs bleibt der Min­dest­be­trag der Kör­per­schaft­s­teuer für die ersten fünf Jahre bei EUR 500 jährlich. In den näch­sten fünf Jahren erhöht er sich auf EUR 1.000 jährlich. Danach kommt ein Min­dest­be­trag von EUR 1.750 zur Anwen­dung.

Beendigung des privilegierten Status

Die Gesellschafter kön­nen auf das Grün­dung­spriv­i­leg verzicht­en, indem sie den Gesellschaftsver­trag abän­dern und das fehlende Kap­i­tal jed­erzeit ein­zahlen kön­nen. Das Grün­dung­spriv­i­leg erlis­cht nach läng­stens zehn Jahren nach der Ein­tra­gung der GmbH im Fir­men­buch. Dann muss der Geschäfts­führer alle ausste­hen­den Kap­i­ta­lanteile für die geset­zliche Min­destkap­i­talein­lage von EUR 17.500 in bar ein­fordern und die Löschung des Ein­trags zum Grün­dung­spriv­i­leg im Fir­men­buch beantra­gen.

Andauernde Rechtsunsicherheit

Kür­zlich legte der Ober­ste Gericht­shof die GmbH-Regelun­gen dem Ver­fas­sungs­gericht­shof vor und beantragte die Aufhe­bung der Änderun­gen zum 1. März 2014. Jede Ungle­ich­be­hand­lung von GmbHs (auch von GmbHs die zwis­chen Juli 2013 und Ende Feb­ru­ar 2014 mit einem Min­dest­stammkap­i­tal von EUR 10.000 gegrün­det wur­den) auch im Hin­blick auf die Besteuerung und deren Min­dest­stammkap­i­tal, könne eine Ver­let­zung des Geich­be­hand­lungs­grund­satzes darstellen.

Solange das Gründungsprivileg zur Anwendung kommt, können Gläubiger lediglich Ansprüche bis zur Höhe der privilegierten Stammeinlage stellen – auch im Fall der Insolvenz.